Bereich Infobox
Meine Kur 2008
Im November hatte ich wieder die Möglichkeit eines Kuraufenthaltes in Warmbad Villach, um meiner Wirbelsäule und meinen Knien wieder etwas Gutes zukommen zu lassen.
Gewohnt habe ich wieder im Hotel Familienresidenz. Unverändert sehr gute Küche, große Zimmer (siehe Fotos unten) und ein nettes Team, das einem den Kuraufenthalt angenehm macht. Zu Martini gab es zum Beispiel ein Degustationsmenü mit einem Martinigansl, bei dessen Zubereitung sich der Chefkoch mit seinem Team übertroffen haben. Geschmacklich hervorragend abgestimmt und butterweich zubereitet.

Ein weiteres Highlight war der "Hotel-Tanzabend" in der Bar unseres Hotels. Trotz Rücken-, Hüft-, Schulter-, Knie- und sonstiger Problem wurde das Tanzbein ausgiebig geschwungen.

Das Drumherum
Da aber das Gesellschaftliche bei einer Kur nicht zu kurz kommen sollte, haben wir (meine Kurfreunde und ich) einiges unternommen. Am 15.11. waren wir in Bad Bleiberg bei der Perchtenmania 08, an der 35 Perchtengruppen aus ganz Österreich teilgenommen haben. Ein schönes Erlebnis, vor allem für uns Wiener, die diese Art des Brauchtums nicht kennen.
An einem der vielen schönen Tage haben wir einen Ausflug auf den Dobratsch gemacht. Wir konnten die herrliche Fernsicht genießen, aber es war schon bitterkalt.

Auch der Weihnachtsmark in Villach wurde während meiner Kur eröffnet und strahlt im Lichterglanz.

Am 24. November hat der Winter mit 40cm Neuschnee zugeschlagen. Hier ein Blick aus meinem Zimmerfenster
Am 5. Dezember gab es das traditionelle Adventtreffen in Wien. Erstmals mit den 2008ern.
Und nun zur Kur:
Der Mittelpunkt des Kurzentrums ist das Quellenbad
Das Wasser in Warmbad Villach:
Geschichtliches zu den Warmbader Quellen
Eingebettet in die Gebirge der Villacher Alpe, deren höchste Erhebung 2166 m erreicht, treten die Warmbader Quellen an der so genannten "Kadischen Allee" an die Oberfläche. Die Heilquellen von Warmbad wurden bereits während der Römerzeit genutzt. Das bedeutet, schon vor 2000 Jahren besaßen die Menschen Wissen über Heilkräfte von natürlich aufsteigenden Quellen und Wässern!
Inhaltsstoffe der Warmbader Quellen
Die 6 Thermalheilquellen (Urquellbecken-, Freibad-, Neue-, Zillerbad-, Kahler- und Tschamer Quelle) werden als "akratische Thermen" (Calcium-Magnesium-Hydrogencarbonat) bezeichnet, die mit einer Quelltemperatur von 29,9°C aus dem Erdinneren aufsteigen. Es handelt sich um ein geruchlos und geschmackloses Wasser, das keine therapeutisch wirksamen Konzentrationen radioaktiver Elemente enthält. (Heilwasseranalyse 1998) Baden im Wasser der Thermalquelle ist schmerzstillend sowie entzündungshemmend und eignet sich vorzüglich zur Bewegungstherapie bei Erkrankungen des Bewegungsapparates oder postoperativen Situationen. Einzigartig in ganz Österreich ist das Thermal-Urquellenbad: täglich werden hier 10 Millionen Liter an natürlichem Thermalwasser gefasst.
Zuerst geht´s zum Kurarzt:
Bevor mit den Behandlungen begonnen werden kann, muß man den Kurarzt/Kurärztin konsultieren. Er/Sie verschreibt jene Therapien, die man im Laufe der Kur erhält. Nach einer Woche gibt es ein Kontrollgespräch, bei dem noch Änderungen möglich sind.
Folgende Therapien werden in Warmbad angeboten:
Balneologische Therapie
Thermalhallenbad: Die Badeanlage besteht aus dem Thermalquellbecken und dem warmen Bewegungsbad. Das Thermal-Quellbecken ist direkt über mehreren Quellursprüngen erbaut, besitzt einen Naturboden mit Kieselsteinen, woraus ca. 70-200
Liter pro Sekunde 29,5° C warmen Thermalwassers austreten. Das Heilvorkommen ist eine Calcium-Magnesium-Hydrogen-Karbonat Therme, die schwach mineralisiert ist.
Thermalwannenbäder: Das Thermalwannenbad ist eine entspannende Therapieanwendung, wobei durch verschiedene Zusätze, wie Moorschwebstoff, Heublumen, Baldrian oder Kohlensäure noch zusätzliche Effekte hervorgerufen werden.
Unterwasserstrahlmassage: Diese Anwendung verbindet die Wassertherapie mit einer mechanischen Anwendung und wirkt anregend bis entspannend.
Massagen
Die Massagen beinhalten Heilmassage, Bürstenmassage und Akupunktmassage. Weiters werden Bindegewebsmassagen, Fußreflexzonenmassagen sowie Lymphdrainagen durchgeführt, die durchblutungssteigernd und entspannend wirken.
Wärme- und Kältetherapie (Kryo), Wärmetherapie
Mittels Parafango dringt die Wärme tief ins Gewebe und entspannt so die Muskulatur.
Kältetherapie - Die Kryotherapie nimmt eine wichtige Stellung in der Schmerzlinderung und Mobilisation ein. Die Kältetherapie mittels Coolpacks ist eine Zusatzanwendung zur Heilgymnastik. Weiters werden kalte Topfenwickel als medizinische Packungen angewendet.
Elektrotherapie
Die Elektrotherapie dient der Durchblutungsförderung, Schmerzlinderung und der Muskel- und Nervenstimulation. Methoden: Zellenbad, Interferenz, Softlaser, Galvanisation, Schwell- Exponentialstrom, Ultraschall, Iontophorese, Inhalation.
Die Magnetfeldtherapie - Durchblutungsstimulation, verstärkter Sauerstofftransport und Versorgung der Zellen (keine Wärmeentwicklung).
Das Biofeedback - Hierbei wird am Computer sichtbar gemacht, in wieweit man selbst in der Lage ist, die Muskulatur zu entspannen. Es ist eine medikamentenfreie schonende und sehr wirksame Methode zur Behandlung von häufigen Krankheitsbildern.
Entspannungstherapie - Die Therapeuten führen durch die folgenden Entspannungsprogramme: Jacobsen-Entspannungsmethode, Qi Gong, Atemgymnastik, autogenes Training.
Zusatzangebot: Densitometrie - Knochendichtemessung, zum Ausschluss oder Quantifizierung eines eventuellen Knochenschwundes (Osteoporose).
Bewegung
Bewegungstherapie
Die diplomierten Physiotherapeuten besprechen eingehend, welche Technik der Bewegungstherapie für den speziellen Fall angewendet wird.
Thermal- und Unterwassergymnastik: Verschiedene Tiefen (34°C - 36°C) mit Haltebarren und verschiedenen Hilfsgeräten. Unter Anleitung von unseren Physiotherapeuten werden gezielte Bewegungstherapie und aktive Mobilisierung vorgenommen.
Physiotherapie (einzeln oder in Gruppen): Orthopädische Spezialgymnastik bei Bandscheiben- und Wirbelsäulenschäden, nach Gelenksoperationen, im Wasser und im Trockenen.
Nordic Walking: Nordische Bewegungstherapie, allein und in Gruppen, zur schonenden Stärkung Ihrer Grundlagenausdauer. Nordic Walking löst Muskelverspannungen in den Schulter- und Nackenpartien und erhöht die Beweglichkeit im Hals-Brustbereich. Neben diesen Bereichen wird auch die Armmuskulatur durch den Einsatz von Hightech-Stöcken gleichmäßig
beansprucht und gekräftigt. Mit dieser aufstrebenden Sportart geht ein Traum vieler Jogger in Erfüllung, auch Muskeln im oberen Bereich zu trainieren, die bei vielen Menschen durch Computer- und Büroarbeit verspannt und schwach sind. Ältere Menschen erhöhen beim Nordic Walking ihre Sicherheit durch den Gebrauch der Stöcke und können so eventuellen Stürzen vorbeugen.
Medizinische Trainingstherapie: Sport- und Gerätetraining unter Anleitung von diplomierten Sporttherapeuten.